Freitag, der 8. Juni 2012
Geschrieben von YPOOLer Luise

 

Einmal aus dem Zelt klettern und links umdrehen bitte.

alle Bilder auf dieser Seite: Lazy Kiuikori
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Diese und einige andere Fragen stellten sich uns letzte Woche am 30.05.2012. Das war unser Anreisetag für das Metalfest in Dessau. Doch fangen wir lieber ganz vorne an.

Ich bin natürlich schon so gegen 7 Uhr aus dem Bett gefallen, um noch meine Tasche zu packen und alles auf die Minute genau nach unten in den Flur zu stellen, damit wir so schnell wie möglich los konnten. Nur gab es ein Problem. Die anderen drei, die mit uns gleichzeitig da sein wollten, konnten nicht los. Lazy und ein guter Freund hatten ihre Karten eine Woche vorher bestellt und sie waren immer noch nicht da. Also hieß es für die anderen warten und für uns ersten 3 ging es direkt nach Dessau. Das Auto war rappelvoll. Was man(n) doch so alles zum Festival braucht ist der Wahnsinn.

Wir kamen um 10 Uhr am Gelände an und mussten, da es erst um 12 rein ging, uns draußen in eine klitzekleine Schlange mit dem Auto einreihen. Da ich aber nicht wusste, wie das nun mit dem Akkreditieren ist und ich an einem anderen Eingang anreisen sollte, machte ich mich alleine auf die Suche nach diesem. Nach so ca. 200 m machten sich an meinen Hacken allerdings meine neuen Schuhe bemerkbar. Und auf der Hälfte der Strecke gab es zum Glück einen Penny, sodass ich noch schnell 4 Packungen Pflaster kaufen konnte und erst mal meine Füße versorgte. Während ich dies tat, kamen an mir 2 etwas ältere Damen vorbei, die sich sehr nett mit mir über das Metalfest unterhielten und ich konnte zumindest eins, zwei Vorurteile gegenüber Metalern ausräumen.
Weiter ging der elendig lange Marsch. Als ich die Akkreditierungsstelle fand (zur Information: sie war genau gegenüber vom normalen Eingang, aber ich musste trotzdem ca. 1km ums Gelände laufen), musste ich feststellen, dass diese erst um 13 Uhr öffnet. Zum Glück war die Dame so freundlich mir ein provisorisches Bändchen zu geben. Zu spätererer Stunde sollte icht mit Lazy noch einmal vorbeikommen, um ein richtiges zu erhalten. Nachdem ich den ganzen Weg wieder zurück gelaufen bin, ging es dann auch nach noch einmal ca. 30 Minuten Warten endlich auf das Gelände.

Aber was darf bei der Einfahrt in ein Festivalgelände nicht fehlen?
Richtig, die passende Einfahrmusik. Unsere war das Titellied der ersten Staffel von Pokemon. Die Kontrolleure staunten nicht schlecht. Ich glaube sie hatten mit Metal gerechnet.

Nach der allgemeinen Glaskontrolle und dem Abgeben eines Müllpfandes (5€) ging es rauf aufs Gelände: Eine wunderschöne große grüne Wiese, die leider immer öfter mit Schafskot gesprenkelt war. Nach Informationen, die mir vorliegen, weidet dort jedes Jahr eine riesengroße Schafsherde. Zum Metalfest waren sie leider nicht da. Hätte sicher nur Ärger gegeben, wenn wildfremde Metaler sich ein Schaf als Kopfkissen genommen hätten.

Die größte Sorge der Jungs war es, schlechte Nachbarn zu bekommen. Aber weit gefehlt. Die einen hatten Grillkohle und die anderen eine Musikanlage. Also schnell mit allen angefreundet und angefangen das Lager aufzubauen. Achja, und den dritten habe ich vergessen: der hatte eine Luftpumpe. Ich würde sicher sonst immer noch meine Doppelluftmatratze aufpusten.
Unser Lager lag perfekt. Die Dixis waren nicht weit und wir waren in der ersten Reihe, also auch zum Eingang des Bühnengeländes.
Nachdem die Zelte schnell aufgebaut, waren ging es an den Pavillon. Den hatte ich von meinem Vati geborgt und wusste schon, dass wir da etwas kleben müssen (die Mittelstangen, die das tolle Pyramidendach bilden). Nur hatte ich unglücklicherweise kein Panzertape dabei, was allgemein als Fehler betrachtet werden kann. Aber das normale Klebeband hat auch gehalten.
Nachdem nun auch der Pavillon stand, konnte der Tag gemütlich beginnen. Es wurde gegrillt, mit den Nachbarn geredet und geschaut wer noch so alles um uns herum wohnte und gegen Nachmittag trafen die anderen auch noch ein

Ich musste abends noch meinen Freund vom Bahnhof abholen. Dies ging dank des Busshuttles vom Gelände zum Bahnhof mehr als praktisch und schnell. Meine Füße hätten das definitiv nicht mitgemacht.
Im Lager angekommen, ging es wieder gemütlich weiter und wir schauten auch noch bei der allerersten Band des Festivals vorbei.
Sie nennen sich „Cashleys“ und sind eine Coverband, der, wie ich finde, etwas anderen Art. denn sie covern Songs im Rock’n Roll Style. Bei dieser Band konnte Lazy erste Grabenerfahrungen sammeln, wobei der Graben eher ein Gräbchen war. Die 2nd Stage war nämlich nur eine kleine, aber dennoch gemütliche Bühne.

Zurück im Lager angekommen, klang der erste Abend fröhlich und gemütlich aus. Naja, die Nacht war nicht so fantastisch, zumindest für mich. Ich hatte keine Oropax dabei und durfte mir um 4 Uhr morgens Lautstark Kelly Clarkson mit anhören, die sicher 6 Reihen weiter weg abgespielt wurde.

Na dann Gute Nacht und bis nächste Woche, denn dann gibt es die ersten Konzertberichte,
Eure Luise

(Anm. der Chefredakteurin: Den Artikel hab ich gestern Abend erhalten, somit konnte ich ihn erst heute online bringen. Deshalb wünsche ich nun noch einen schönen Tag!)

 

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