Hilfe (FAQ)

So hilft dir deine Youth Bank (FAQ)

1. Projekt-Check

Youth Banker stellen sich als kritische Gegenhirne zur Verfügung: Habt ihr den Termin für den Band-Wettbewerb sinnvoll gewählt? Ist eure Schulradio-Redaktion für eine tägliche Sendung wirklich groß genug? Stehen im Flyer alle Infos drin? Stimmt euer Timing? Wen solltet Ihr unbedingt einbeziehen?

2. Kontaktbörse

Jede Youth Bank hat im Blick, wie es bei ihr vor Ort für Jugendliche aussieht. Was es schon gibt, woran es fehlt, wer offen ist für neue Ideen. Schließlich sind Youth Banker in Kontakt mit vielen Leuten, organisieren selbst Projekte, haben oft einen guten Draht zu den lokalen „erwachsenen“ Strukturen. Nicht zuletzt haben sie als Youth Bank auch eine Sozialraumanalyse gemacht – meist eine Fragebogenaktion unter Jugendlichen – und wissen Bescheid, wer euch sonst noch helfen könnte. Sie geben Tipps, an wen ihr euch wenden könnt, wenn es um offizielle Genehmigungen oder Erfahrungsaustausch oder auch mal Sachspenden geht.

3. Finanzplan

Youth Banker rechnen mit euch: Was muss alles angeschafft werden? Wie findet man das preiswerteste Angebot heraus? Wie richtet man ein Projektkonto ein? Was kostet alles zusammen? Geht es notfalls auch eine Nummer kleiner?

4. Projekt(s)check

Youth Banker reichen für euch bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) euren Projekt(s)check ein und sorgen dafür, dass ihr die Fördersumme überwiesen bekommt.

5. Ideen für Projekte

Youth Banker kann man nicht nur nach Geld, sondern auch nach Ideen fragen. Ihr wisst, was euch stört, kommt aber übers Meckern noch nicht hinaus?  Youth Bankern fällt garantiert ein, wie ihr aus eurem Frust ein sinnvolles Projekt machen könnt.

Was ist das Ziel von Youth Bank?

Youth Banks sind weder eine pädagogische Mode noch ein Bank-Rekrutierungsprogramm. Vielmehr zielen sie auf den Kern unserer Gesellschaft, das demokratische und solidarische Zusammenleben. Youth Banks fördern Projekte, in denen sich junge Menschen als mündige Bürger erleben können.

Wer sind überhaupt Youth Banker?

Die typische Youth Bankerin ist zwischen 15 und 25 Jahre alt und im „Hauptberuf“ Schülerin oder Studentin. Was sie sonst noch auszeichnet? Obwohl ihre Arbeit viel wert ist, will sie kein Geld dafür. Außerdem hat sie üblicherweise selbst reichlich Projekt-Erfahrung.

Woher wissen Youth Banks, was Jugendliche brauchen und wollen?

Youth Banker sind quasi ihre eigene Zielgruppe. Das macht das Einfühlen in andere Jugendliche schon mal leicht. Die harten Fakten verschaffen sich die Youth Banker mithilfe einer so genannten Sozialraumanalyse. Also: Gibt es genügend Sport- und Kulturangebote für Jugendliche? Welche Möglichkeiten haben sie, um von A nach B zu kommen? Wie gut ist ihr Kontakt in den Gemeinderat oder ins Rathaus? Was läuft an den Schulen für Jugendliche? Was wünschen sich junge Leute, was kommt an, was nicht?

Wie ist Youth Bank entstanden?

Die Youth Banks stammen ursprünglich aus England. Weil es für gute Ideen keine Grenzen gibt, haben die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung und die Servicestelle Jugendbeteiligung die Youth Banks 2003 nach Deutschland geholt. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten („Jugendlichen ganz allein über das Geld entscheiden lassen? Wo kommen wir denn da hin?“) haben im Juni 2004 Youth Banker aus Spandau (Berlin) das erste Projekt gefördert. Toll war der Einstieg der Deutsche Bank Stiftung als Programmpartner und finanzieller Förderer. Überzeugt vom Youth Bank-Konzept, wurde sie Pate und finanzieller Förderer. Seitdem sind immer mehr Youth Banks (inzwischen 28) entstanden, die immer mehr Jugendprojekten helfen konnten. Von Anfang an lautete das Gebot für alle Entwicklungen: Keine Entscheidung fällt ohne Jugendliche!

Wie sorgt Youth Bank dafür, dass mit dem Geld sorgfältig umgegangen wird?

Menschenkenntnis allein reicht nicht. Deshalb erwarten die jungen Youth Banker von ihren „Kunden“ eine Abrechnung und eine Projekt-Dokumentation. Aus ihr muss hervorgehen, dass das Projekt auch wirklich statt gefunden hat. Zur Abrechung gehören auch Quittungen, für alles, was mit dem Fördergeld finanziert wurde.

Was ist eigentlich Matching?

Durch das Matching-Modell kann deine Youth Bank ein Mikroprojekt auch mit mehr Geld als der Basisförderung von 400 Euro unterstützen. Durch Matching kann die Fördersumme auf maximal 600 Euro pro Projekt angehoben werden.

Wie das geht?

Die Basisförderung für ein Mikroprojekt kann immer dann aufgestockt werden, wenn es dem Mikroprojekt gelingt, einen zusätzlichen Geldbetrag von Dritten zu akquirieren. So wird das Suchen und Finden von weiteren Geldgebern belohnt.

Drittmittel sind also Gelder oder geldwerte Sachleistungen, die weder vom Mikroprojekt-Team, noch von der Youth Bank kommen. Für jeden Euro an Drittmitteln, der eingeworben wird, kann die Youth Bank einen weiteren Euro an Matching-Förderung gewähren – bis zu einer Obergrenze von 200 Euro Matchingförderung.

Ein Beispiel dazu?

Eine Youth Bank unterstützt ein Mikroprojekt mit der Höchstfördersumme von 400 Euro. Wenn es dem Mikroprojekt-Team jetzt gelingt, 100 Euro von einem zusätzlichen Unterstützer zu organisieren, kann auch die Youth Bank ihre Förderung um 100 Euro erhöhen.

Dem Mikroprojekt stehen dann insgesamt 600 Euro zur Verfügung: von der Youth Bank 400 Euro Basis- und 100 Euro Matchingförderung, und dazu noch die 100 Euro Drittmittel.

 

Weitere Infos findet ihr unter www.youthbank.de